Was Fundraising bedeutet

Wörtlich übersetzt heißt Fundraising „Kapitalbeschaffung“. Die Übersetzung greift zu kurz, denn es geht um mehr als Geld: um Sachspenden, um Zeit und Können von Ehrenamtlichen, um Fürsprache und Kontakte. Fundraising ist die geplante Beschaffung aller Ressourcen, die eine gemeinnützige Organisation für ihre Arbeit braucht.

Mit Spendenwerbung allein hat das wenig zu tun. Ein Spendenaufruf ist ein einzelner Berührungspunkt; Fundraising ist die Beziehung, die davor beginnt und danach weitergeht. Menschen geben dort, wo sie einer Organisation vertrauen, und Vertrauen entsteht über Jahre.

Wen Fundraising anspricht

Klassisch unterscheidet man vier Gruppen von Gebern: Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und staatliche Stellen. Jede folgt einer eigenen Logik. Die Privatspenderin entscheidet mit dem Herzen, die Stiftung nach Förderrichtlinien. Das Unternehmen sucht die Passung zur eigenen Verantwortung und die öffentliche Hand vergibt nach Kriterien und Fristen.

Gutes Fundraising wählt deshalb aus: Wer zu Ihrer Arbeit passt und erreichbar ist, bekommt Vorrang.

Wie ein Fundraising-Konzept entsteht

Die Entwicklung lässt sich grob in sechs Schritte gliedern: Situationsanalyse, Zielfestlegung, Strategie, Maßnahmenplanung, Durchführung und Auswertung. Das klingt nach Lehrbuch, hat aber einen praktischen Kern: Erst wer weiß, wo er steht und was er erreichen will, kann entscheiden, welche Maßnahme sich lohnt.

Zur Analyse gehört auch ein ehrlicher Blick nach innen. Was unterscheidet Ihre Organisation, was können Sie belegen, was fehlt noch? Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising greifen dabei ineinander: Bekanntheit und ein glaubwürdiges Bild sind der Boden, auf dem jede Kampagne steht. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Spendenkampagne für die Johannesschule: eine Leitidee, Mailings über die ganze Bauzeit und Raumbücher mit konkreten Spendenzielen.

Fundraising ist digital geworden

Der Werkzeugkasten im Fundraising verändert sich stetig. Online-Spendenformulare, E-Mail-Strecken, Suchanzeigen und Social-Media-Kampagnen gehören heute zum Standard, für viele Organisationen dazu das Google-Ad-Grants-Programm mit kostenlosem Anzeigenbudget.

Am Prinzip ändert sich nichts. Auch digital gilt: Der Kanal ist nur so gut wie die Beziehung, die er aufbaut. Eine Kampagne kann den ersten Kontakt schaffen; ob daraus eine dauerhafte Unterstützung wird, entscheidet sich an dem, was danach kommt.

Was heißt das für Ihre Organisation?

Fundraising braucht einen langen Atem und einen Plan. Auch ein kleiner Verein kann systematisch vorgehen: wissen, wen er ansprechen will, ehrlich zeigen, was er bewirkt, und die Beziehung pflegen, die daraus entsteht.

Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, von der Strategie bis zur geschalteten Anzeige: Fundraising & Kampagnen.

Quellen: Michael Urselmann, „Fundraising. Professionelle Mittelbeschaffung für gemeinwohlorientierte Organisationen“, 8. Auflage, Springer Gabler 2023 · Definition auch im Gabler Wirtschaftslexikon, wirtschaftslexikon.gabler.de.

Reden wir über Ihr Vorhaben.

Wir sehen es uns aus der Vogelperspektive und aus der Nähe an, bevor wir etwas empfehlen. Erzählen Sie uns, was ansteht.

Wir antworten innerhalb eines Werktags.